Ökologie
Energieverbrauch und Emissionen senken, Rohstoffe aus zertifizierten Quellen.
Nachhaltigkeit im Unternehmen bedeutet, wirtschaftlich erfolgreich zu sein, ohne Umwelt und Menschen so zu belasten, dass künftige Generationen schlechtere Bedingungen vorfinden. Sie betrifft das Kerngeschäft und die ganze Wertschöpfungskette, nicht nur Spenden oder einzelne Umweltprojekte.
| Begriff | Bedeutung | Perspektive | Wer ihn verwendet |
|---|---|---|---|
| Nachhaltigkeit, nachhaltiges Wirtschaften | Wirtschaften im Einklang von Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft | umfassend | Politik, Unternehmen, Öffentlichkeit |
| Sustainability | englisch für Nachhaltigkeit | umfassend | international, Konzerne |
| Corporate Responsibility (CR) | Verantwortung für alle Auswirkungen des Kerngeschäfts: wie Gewinne erzielt werden, nicht wie sie verwendet werden | Unternehmen | Unternehmen, Berichte |
| Corporate Social Responsibility (CSR) | gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen; deutsch oft „verantwortliche Unternehmensführung“ | Unternehmen | EU, Gesetzgebung (CSR-RUG), Mittelstand |
| ESG (Environment, Social, Governance) | Umwelt, Soziales und Unternehmensführung als Kriterien zur Bewertung von Risiken und Chancen | Kapitalmarkt, Finanzierung | Banken, Investoren, Ratings, CSRD |
| Corporate Governance | Ordnungsrahmen für Leitung und Überwachung eines Unternehmens | Unternehmensführung | Aufsichtsräte, Kodizes |
| Corporate Citizenship | gesellschaftliches Engagement als „guter Bürger“, etwa Spenden, Sponsoring, Ehrenamt | Teilbereich | Unternehmen |
Energieverbrauch und Emissionen senken, Rohstoffe aus zertifizierten Quellen.
Arbeitsschutz, faire Löhne, Menschenrechte in der Lieferkette.
Langlebige Geschäftsmodelle, Korruptionsvermeidung.
| Säule | Was sie umfasst | Beispiel im Unternehmen |
|---|---|---|
| Ökologie (Umwelt) | Klima, Boden, Wasser, Luft, Biodiversität, Ressourcen | Energieverbrauch und Emissionen senken, Rohstoffe aus zertifizierten Quellen |
| Soziales (Gesellschaft) | Menschenwürde, Arbeitsrechte, Menschenrechte, Gemeinwesen | Arbeitsschutz, faire Löhne, Menschenrechte in der Lieferkette |
| Ökonomie (Wirtschaft) | Zukunftsfähigkeit, Ethik, faire Geschäftspraktiken | langlebige Geschäftsmodelle, Korruptionsvermeidung |
Das Modell ist auch als Triple Bottom Line bekannt (People, Planet, Profit). Ein häufiges Missverständnis: Nachhaltigkeit betreffe nur die Umwelt.
Nachhaltigkeit beschreibt das Ziel: wirtschaften, ohne Umwelt und Menschen zu überfordern. ESG beschreibt die Messung: Mit Kriterien zu Umwelt (Environment), Sozialem (Social) und Unternehmensführung (Governance) bewerten Banken, Investoren und Ratingagenturen, welche Risiken und Chancen ein Unternehmen hat. Für den Mittelstand heißt ESG meist: Die Hausbank fragt nach Kennzahlen. „ESG-Beratung“ und „Nachhaltigkeitsberatung“ meinen in der Praxis dasselbe Arbeitsfeld.
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| CSR | Corporate Social Responsibility |
| CR | Corporate Responsibility |
| ESG | Environment, Social, Governance |
| CSRD | Corporate Sustainability Reporting Directive (EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung) |
| ESRS | European Sustainability Reporting Standards |
| VSME, VS | Voluntary Sustainability Reporting Standard for SMEs, seit 2026 Voluntary Standard (freiwilliger EU-Standard) |
| DNK | Deutscher Nachhaltigkeitskodex |
| GRI | Global Reporting Initiative |
| CSR-RUG | CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz |
| LkSG | Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz |
| CSDDD | Corporate Sustainability Due Diligence Directive (EU-Lieferkettenrichtlinie) |
| EUDR | EU-Verordnung über entwaldungsfreie Produkte |
| SDGs | Sustainable Development Goals (Ziele für nachhaltige Entwicklung) |
| THG | Treibhausgase |
| CO₂e | CO₂-Äquivalente |
| EMAS | Eco-Management and Audit Scheme |
In mittelständischen Unternehmen beginnt Nachhaltigkeit selten mit einer Strategie, sondern mit einer Frage von außen: ein Fragebogen eines Kunden, ein Gespräch mit der Bank, eine Ausschreibung. Wer dann weiß, welche Themen wesentlich sind, wer zuständig ist und welche Kennzahlen vorliegen, beantwortet diese Fragen in Stunden statt in Wochen.
Weiter: Wer im Unternehmen zuständig ist: Nachhaltigkeitsmanager · Ob Ihr Unternehmen berichten muss · Nachhaltigkeit im Familienunternehmen
Wirtschaftlich erfolgreich zu sein, ohne Umwelt und Menschen so zu belasten, dass künftige Generationen schlechtere Bedingungen vorfinden; im Kerngeschäft und in der ganzen Wertschöpfungskette.
Nachhaltigkeit ist das übergeordnete Prinzip. CSR bezeichnet die gesellschaftliche Verantwortung, die ein Unternehmen dafür übernimmt.
Nachhaltigkeit ist das Ziel, ESG die Bewertung: Kriterien zu Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung, mit denen vor allem Banken und Investoren Risiken und Chancen messen.
Ökologie, Soziales und Ökonomie.
Nachhaltigkeit.
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Johanna Jung, zertifizierte Nachhaltigkeitsmanagerin (GUTcert)